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Sebastian Kneipp (1762-1836)
Sebastian Kneipp, geboren am 17. Mai 1821 in Stephansried/ Bayern, war Priester und Hydrotherapeut. Er ist der Begründer der so genannten Kneipp-Therapie, in der es um verschiedenste Wasseranwendungen (Wickeln, Gießungen, Bädern, Güssen usw.) geht, die zwar schon in früheren Zeiten angewendet, durch ihn aber richtig „populär“ wurden.
Kneipp selbst erkrankte 1849 an Tuberkulose und kurierte sich selbst mit Bädern in der eiskalten Donau, nachdem er in einem Buch von Siegemund Hahn von der Heilkraft des frischen Wassers gelesen hatte. Während seines weiteren Studiums machte er weiterhin Wasseranwendungen und begann dann auch Komilitonen zu behandeln. Neben den eigenen Erfahrungen las er Berichte über Wasseranwendungen und erfuhr über den „Verein der Wasserfreunde" von Vincenz Prießnitz aus Gräfenberg, der schon seit dreißig Jahren diese Therapie anwendete.
Neben seiner geistlichen Tätigkeit praktizierte Kneipp als „Wasserdoktor“, womit er sich damals in medizinischen Kreisen alles andere als beliebt machte. 1886 erschien sein bekanntestes Buch „Meine Wasserkur" und später ein weiteres mit dem Titel „So sollt ihr leben". Am 17. Juni 1897 starb Sebastian Kneipp in Wörishofen in Bayern, dem heutigen Bad Wörishofen. Heute sind die Kneipp’schen Wasseranwendungen auch von der Schulmedizin anerkannte Naturheilverfahren.
Unter dem Begriff Naturheilkunde versteht man ein breites Spektrum verschiedenster Methoden, die den Körper dazu in die Lage versetzen sollen, sich wieder besser selbst regulieren zu können, seine Selbstheilungskräfte soweit zu aktivieren und zu stärken, dass er eine akute Krankheit oder ein chronisches Leiden aus sich heraus zu heilen vermag. Naturheilkundliche Methoden finden sich zum einen im wissenschaftlich (noch) nicht anerkannten Bereich (Alternativmedizin), zum anderen bei den anerkannten, die Schulmedizin ergänzenden Verfahren (Komplementärmedizin).
Man wendet naturheilkundliche Verfahren und Mittel an um das körpereigene Immunsystem zu stärken und zu stabilisieren, dass es sich besser gegen Krankheitserreger verschiedenster Art wehren kann. Zu diesem Zweck setzt man natürlich Stoffe ein, wie z.B. Pflanzen, Erden oder Mineralien, oder Zubereitungen daraus, wie z.B. Tees, Säfte, Salben oder Auflagen. Gezielt gesetzte Reize, wie z.B. Wärme, Druck, Licht, Kälte, Farben oder Wasser, sollen den Körper zu Reaktionen veranlassen, die eine Heilung fördern und unterstützen.
// Der Hinweis auf Sebastian Kneipp ist nicht als fachliche Empfehlung zu verstehen, sondern dient nur dem besseren Verständnis der Naturheilkunde.

In meiner Arbeit versuche ich ursächlich und ganzheitlich unter Berücksichtigung des Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele zu behandeln. Ich wende dazu verschiedene naturheilkundliche Mittel und Verfahren an. Neben den im Menü aufgeführten Therapien arbeite ich unter anderem mit:
„Du kannst dein Leben nicht verlängern,
nicht verbreitern – nur vertiefen “
(G. Fock)